PHP Freelancer Stundensatz 2026: 80 bis 100 € als Kern

Redaktion PHP-Entwickler gesucht Aktualisiert 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Freiberufliche PHP-Entwickler verlangen 2026 im Median etwa 85 bis 90 Euro netto pro Stunde. Laut einer freelancermap-Auswertung vom September 2026 liegt die Hälfte der Softwareentwickler zwischen 80 und 100 Euro, das entspricht rund 720 Euro am Tag. Spezialisten für Upgrades, Performance oder Architektur liegen oft darüber, Einsteiger darunter.

Analoge Stoppuhr mit weißem Zifferblatt und Sekundenskala vor schwarzem Hintergrund
Foto: Ansgar Koreng, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Auf freelancermap liegt der durchschnittliche Stundensatz im Bereich PHP bei 79 Euro, gemessen an knapp 8.800 Profilen. Eine genauere Auswertung der Plattform vom September 2026 kommt für Softwareentwickler auf einen Median von 90 Euro netto. Beide Zahlen stimmen. Sie messen nur Verschiedenes.

Der Durchschnitt über alle PHP-Profile schließt Leute ein, die nebenbei kleine Websites bauen. Die Auswertung vom September filtert stärker: nur aktive Profile der letzten 24 Monate aus dem DACH-Raum, nur Sätze zwischen 50 und 400 Euro. Für die Einordnung eines Angebots ist der Median meist die bessere Referenz.

Was PHP-Freelancer 2026 verlangen

Die freelancermap-Auswertung beruht auf 2.337 Profilen. Die Spanne ist erstaunlich eng.

KennzahlWert
Median Softwareentwickler (DACH)90 €/h netto
unteres Quartil80 €/h
oberes Quartil100 €/h
entspricht pro Tag (8 h)ca. 720 €
Mediane von 40 Technologien, darunter PHPfast alle 85 bis 90 €/h
Durchschnitt aller PHP-Profile auf freelancermap79 €/h

Quelle: freelancermap, Auswertung „Stundensatz Softwareentwickler“ vom 24. September 2026, und die PHP-Übersicht der Plattform (Abruf Oktober 2026). Es handelt sich um geforderte Sätze, nicht um tatsächlich abgerechnete Beträge.

Bemerkenswert ist, wie wenig die Programmiersprache ausmacht. PHP liegt fast gleichauf mit Java und Python. Den Ausschlag geben eher Erfahrung und Spezialisierung, und am Ende auch schlicht das Verhandlungsgeschick der Person, die den Satz nennt.

Stundensatz nach Alter

Erfahrung lässt sich in Profilen schwer messen, das Alter dagegen schon. Die freelancermap-Daten zeigen einen Anstieg bis Anfang 30 und danach ein Plateau.

Median-Stundensatz freiberuflicher Softwareentwickler nach Alter
  1. bis 30 Jahre80 €
  2. 31 bis 40 Jahre90 €
  3. 41 bis 50 Jahre90 €
  4. 51 bis 60 Jahre89 €
  5. über 60 Jahre84 €

Quelle: freelancermap, Stundensatz Softwareentwickler, September 2026

Nach etwa zehn Jahren im Beruf wächst der Satz also kaum noch. Wer darüber hinaus will, muss sich anders unterscheiden: durch ein Spezialgebiet, durch Verantwortung für Ergebnisse statt Stunden oder durch Kunden, für die ein Ausfall teuer ist.

Was den Satz nach oben oder unten treibt

Ein paar Faktoren verschieben den Satz deutlich, auch wenn es dafür keine sauberen Statistiken gibt. Die folgende Liste ist eine Einschätzung.

Nach oben wirken: Spezialwissen, etwa für Upgrades alter PHP-Versionen oder für Performance unter hoher Last. Kurze Vorlaufzeit, wenn morgen jemand anfangen soll. Kurze Einsätze, bei denen sich die Akquise für den Freelancer weniger lohnt. Und Branchen mit hohen Anforderungen, etwa Banken oder Gesundheit.

Nach unten wirken: lange Laufzeiten mit voller Auslastung. Remote-Arbeit ohne Reisen. Ein Vermittler, der einen Teil der Marge behält. Und Projekte, die als Referenz für den Freelancer interessant sind.

Ein Sonderfall ist die Schweiz. Dort liegt der Median laut freelancermap bei 129 Euro, Deutschland und Österreich liegen beide bei 90 Euro. Wer aus der Schweiz heraus beauftragt, zahlt also deutlich mehr, oder er findet in Deutschland günstigere Leute.

Warum 90 Euro nicht so viel sind, wie es klingt

Für Auftraggeber wirkt der Satz im Vergleich zum Gehalt hoch. Ein angestellter Softwareentwickler verdient laut derselben freelancermap-Auswertung, die sich dafür auf kununu-Gehälter stützt, rechnerisch etwa 29 Euro brutto pro Stunde. Der Vergleich hinkt aber, denn der Freelancer trägt alles selbst, was beim Angestellten der Arbeitgeber zahlt oder gar nicht anfällt.

Ein Rechenbeispiel zeigt, was von 90 Euro bleibt:

Vom Stundensatz zum Einkommen vor Steuern (Beispiel)
190 Tage × 8 h × 90 €
136.800 €
Kranken- und Pflegeversicherung (12 × 1.261,32 €)
−15.135,84 €
Altersvorsorge (18,6 % von 101.400 €)
−18.860,40 €
Hardware, Software, Versicherungen, Buchhaltung (Annahme)
−6.000,00 €
Einkommen vor Einkommensteuer
96.803,76 €

Annahmen: 260 Werktage minus 30 Urlaub, 10 Feiertage, 10 Krankheitstage, 20 Tage Akquise und Verwaltung = 190 abrechenbare Tage. KV mit Krankengeld und PV (Kinderlose) als Höchstbeiträge 2026 laut BMG und DRV. Altersvorsorge analog 18,6 % RV-Satz bis zur Beitragsbemessungsgrenze.

Zum Vergleich: Der Median-Angestellte laut gehalt.de verdient 68.419 Euro brutto im Jahr. Davon zahlt er seinen Anteil zur Sozialversicherung selbst, den anderen Anteil zahlt der Arbeitgeber obendrauf. Dazu bekommt er bezahlten Urlaub, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und hat kein Auslastungsrisiko. Der Freelancer im Beispiel steht etwas besser da, aber nur, solange er tatsächlich 190 Tage abrechnet.

Die Beitragssätze und Höchstbeiträge für freiwillig Versicherte veröffentlicht das Bundesgesundheitsministerium. Wie die Rechnung aus Sicht eines Arbeitgebers aussieht, steht im Beitrag Was ein Entwickler den Arbeitgeber kostet.

Stundensatz, Tagessatz oder Festpreis?

Die Abrechnungsform beeinflusst den Preis stärker, als viele denken. Drei Varianten sind üblich.

Der Stundensatz ist am flexibelsten. Du zahlst, was tatsächlich gearbeitet wurde, und kannst jederzeit umsteuern. Der Nachteil: Du trägst das Risiko, dass etwas länger dauert. Bei unklaren Aufgaben, etwa der Fehlersuche in fremdem Code, ist das trotzdem meist die ehrlichste Lösung.

Der Tagessatz passt zu Einsätzen mit festen Tagen pro Woche. Er erspart Diskussionen über einzelne Viertelstunden. Manche Freelancer geben auf den Tagessatz einen kleinen Nachlass, weil ihre Auslastung planbar wird.

Beim Festpreis verschiebt sich das Risiko. Der Freelancer kalkuliert einen Puffer ein, und den bezahlst du auch dann, wenn alles glattläuft. Das lohnt sich nur, wenn der Umfang wirklich feststeht. „Upgrade auf PHP 8.4, alle bestehenden Tests grün, Abnahme auf Staging“ ist ein guter Festpreis-Auftrag. „Wir modernisieren mal das Backend“ ist keiner.

Ein Mischmodell funktioniert oft am besten. Erst eine kurze Analyse nach Stunden, zwei bis fünf Tage. Danach ein Festpreis auf Basis dessen, was die Analyse ergeben hat.

Stundensätze im Ausland

Für Remote-Projekte lohnt ein Blick über die Grenze. Im Vereinigten Königreich liegt der Median-Tagessatz für PHP-Verträge laut ITJobsWatch bei 470 Pfund (sechs Monate bis 18. Oktober 2026), das sind knapp 59 Pfund pro Stunde bei acht Stunden. Das Mittelfeld reicht dort von 409 bis 538 Pfund am Tag.

Noch günstigere Sätze gibt es in Osteuropa oder Asien, allerdings mit anderen Kosten: Zeitzonen, Sprache, Vertragsrecht. Wer so beauftragt, sollte das Projekt besonders sauber beschreiben. Hinweise zur Auswahl stehen im Beitrag PHP-Freelancer finden.

Wie du einen Satz verhandelst

Ein paar Hebel funktionieren für beide Seiten. Ein fester Umfang über mehrere Monate rechtfertigt einen niedrigeren Satz, weil der Freelancer weniger Akquise braucht. Ein Festpreis für ein klar definiertes Paket verschiebt das Risiko zum Freelancer, kostet dich aber meist einen Risikoaufschlag.

Was selten funktioniert: den Satz unter das untere Quartil drücken. Wer sich darauf einlässt, nimmt beim ersten besseren Angebot das andere Projekt an. Bei 80 Euro im unteren Quartil und 90 Euro im Median ist die Ersparnis ohnehin klein, verglichen mit dem Risiko, mitten im Projekt neu suchen zu müssen.

Für planbare Vorhaben wie ein Upgrade solltest du Stunden und Ergebnis gemeinsam betrachten. Was ein Upgrade typischerweise an Aufwand bedeutet, steht unter Kosten eines PHP-Upgrades. Wer statt einzelner Freelancer ein Team mit Ergebnisverantwortung sucht, kann auch bei einem Studio wie OnlineBuilders anfragen.

Wenn du gerade ein Angebot vor dir liegen hast, rechne den Satz auf einen Tag und auf dein Projekt hoch und vergleiche ihn mit dem Band von 80 bis 100 Euro. Liegt er deutlich darüber, frag nach dem Grund. Oft steckt ein Spezialwissen dahinter, das du genau brauchst. Für die Festanstellung als Alternative lohnt der Blick auf die aktuellen Gehälter von PHP-Entwicklern.

Häufige Fragen

Ist der Stundensatz netto oder brutto?

Stundensätze von Freelancern verstehen sich im B2B-Geschäft fast immer netto, also zuzüglich 19 Prozent Umsatzsteuer. Kleinunternehmer stellen keine Umsatzsteuer in Rechnung. Für vorsteuerabzugsberechtigte Firmen ist der Nettobetrag die relevante Größe.

Was kostet ein PHP-Freelancer pro Tag?

Bei einem Median von 90 Euro und acht Stunden sind es rund 720 Euro netto pro Tag. Manche rechnen den Tagessatz mit einem kleinen Abschlag gegenüber acht Einzelstunden ab, weil sie dafür planbar ausgelastet sind.

Wie viel verdient ein PHP-Freelancer im Jahr?

Das hängt vor allem an der Auslastung. Bei 90 Euro und rund 1.500 abrechenbaren Stunden ergeben sich etwa 135.000 Euro Umsatz. Davon gehen Kranken- und Pflegeversicherung, Altersvorsorge, Betriebskosten und Steuern ab.

Zahlen Agenturen weniger als Endkunden?

Häufig ja, weil Vermittler und Agenturen einen eigenen Aufschlag auf den Satz legen, den sie dem Kunden berechnen. Für den Freelancer ist der Satz dann niedriger, dafür übernimmt der Vermittler Akquise und Abrechnung.